Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Die Grundwasserressourcen sind nicht so unendlich, wie wir sie gerne hätten.
[00:00:06] Speaker B: Ist Wasser selbstverständlich? Wenn nicht, warum ist es nicht selbstverständlich?
[00:00:12] Speaker A: Tatsächlich kann man ohne Handy leben. Tatsächlich kann man sogar ohne Strom leben. Man kann aber tatsächlich nicht ohne Wasser leben. Einfach unsere Ernährung, die macht drei Viertel von diesem Wasserfussabdruck aus.
[00:00:32] Speaker B: Wissen, was Sache ist.
Hallo, Dies ist Folge 159 des Montalk, dem Podcast der Arbeiterkammer Niederösterreich, dem Podcast für arbeitende Menschen im Land. Und wir sprechen mit unserem Experten von der Bodenkultur in Wien, Dipl. Ingenieur Dr. Roman Neunteufel mit Mit dem wird unser Wasser knapp. Wir sprechen über Wasser. Er ist ein Wasserexperte auf akademischem Gebiet und ich meine, wir sollten alle ganz gut zuhören. Ich habe irre viel gelernt. Ich wurde von Dr. Neunteufel beruhigt und auch etwas beunruhigt. Aber hören Sie selbst
[00:01:22] Speaker C: Der tägliche Wasserverbrauch in Österreich scheint auf den ersten Blick gering. Im Haushalt werden durchschnittlich 130 Liter pro Person und Tag genutzt, zum Beispiel für Dusche, Toilette und Waschmaschine.
Doch diese Zahl deckt nur einen Bruchteil des tatsächlichen Verbrauchs ab. Zählt man das sogenannte virtuelle Wasser hinzu, also das unsichtbare Wasser, das für die Herstellung von Produkten nötig ist, steigt der Verbrauch auf etwa Liter pro Person und Tag. Beispielsweise werden für 1 kg Rindfleisch rund Liter Wasser benötigt. Die Produktion eines Smartphones verschlingt rund 910 Liter Wasser. Ein durchschnittliches Auto benötigt in der Herstellung etwa Liter Wasser und eine einzelne KI Abfrage benötigt ungefähr halben Liter Wasser, vor allem für die Kühlung von Rechenzentren.
Unsertrinkwasser at, eine Informationsseite der Österreichischen Vereinigung für das Gas und Wasserfach.
[00:02:17] Speaker B: Wird unser Wasser knapp? Das ist, glaube ich, eine nahezu verbrecherische nona Frage. Herr Dr. Herzlich willkommen im Podcast.
[00:02:29] Speaker A: Herzlich willkommen. Ja, wird unser Wasser knapp? Zum Glück leben wir in Österreich in einem Land, wo es tatsächlich nach wie vor genügend Wasser gibt.
Immer noch natürlich. Aber die Frage ist, ob diese Wasservorräte eben gleichmäßig verteilt sind. Und sehr viel des Wassers, das wir täglich nutzen, stammt aus unseren Grundwasserkörper. Das heißt, wir greifen nicht wie andere Länder auf die Flüsse, auf die Oberflächengewässer zurück, sondern wir versuchen weiterhin unseren Wasserbedarf ausschließlich aus dem Grundwasser zu decken. Das hat mehrere Gründe. Grundwasser ist einfach eine konstantere, besser geschützte und hochqualitativere Wasserressource als jetzt Flusswasser.
Und diesen Zustand gilt es zu erhalten.
Da muss man tatsächlich sagen, die Grundwasserressourcen sind nicht so unendlich, wie wir sie gerne hätten, sondern da kommen wir wirklich zumindest in manche Regionen und saisonal schon an die Grenzen.
[00:03:28] Speaker B: Das sieht man halt schon ja in einem Podcast mit Ihnen habe ich mit großem Erstaunen und Interesse erfahren, dass ja unsere allgemein so unglaublich geschätzte, wertgeschätzte, nicht nur im eigenen Land, sondern in der Welt, Wassertechnologien, muss man fast sagen, also Wasserarchitekturen, ja erstens schon sehr, sehr alt sind und zweitens von den Herrschenden, egal was man jetzt über die Imperialisten sagen kann, aber da waren sie ja gut, die haben das Eingericht.
Jagen Sie uns noch mal kurz historisch durch.
[00:04:10] Speaker A: Tatsächlich reden wir da zum Beispiel von der Wiener Hochquellwasserleitung oder von den Wiener Hochquellwasserleitungen.
Die würde man wahrscheinlich heutzutage in dieser Form nicht mehr bauen oder nicht mehr bauen können.
Es sind einfach Grundstücke benötigt worden. Es war eigentlich ein sehr, sehr teures Bauvorhaben, also sehr arbeitsintensiv natürlich.
Und man kann sich nur glücklich schätzen, dass wir diese Infrastruktur jetzt haben nutzen können. Dadurch sagt man immer wieder, Wien ist die einzige so große Stadt auf der Welt, die also derartig gute Wasserressourcen hat, die auch keine Aufbereitung bedürfen. Also das Wasser kommt wirklich frei freien Gefälle aus den Alpen bis in die Stadt. Es gibt geringe Transportklavierung zur Sicherheit, aber ansonsten passiert mit dem Wasser gar nichts, Es kann direkt getrunken werden. Und das ist ziemlich einzigartig, wenn Sie
[00:05:04] Speaker B: sagen, in die Stadt, da gibt es doch dieses alte Thema, um nicht zu sagen, diese alte Mär, dass das Wasser genau bis es an den Stadt rankommt, hervorragende Qualität hat und dann in den alten Rohren Blei wird da immer wieder bemüht und so weiter kommt und dann wird's toxisch, stinkt das Thema.
[00:05:32] Speaker A: Ja, das gibt es oder gab es zumindest.
Man muss eines sagen, also bis in die Stadt und auch bis in die Häuser hinein ist das Wasser auf jeden Fall von guter Qualität. Da gibt es nämlich keine Bleirohr. Auch in der Stadt gibt es schon seit geraumer Zeit mittlerweile keine Bleirohre mehr.
Ein bisschen anders schaut es auf den letzten Metern bis zum Zapfhaar aus, nämlich in den alten Häusern werden sehr wohl noch Leitungsmaterialien verbaut worden sein, die zum Beispiel noch Bleibe inhalten. Es wird immer weniger, aber ich möchte nicht ausschließen, dass es solche also noch gibt, wie die Hausinstallation selbst eben da das Wasser noch ungünstig beeinflusst. Zum Glück gibt es relativ einfachen Weg, das zu vermeiden, wenn man sich nicht sicher ist, ob man in so einem Haus wohnt, einfach das Wasser in der Früh rinnen lassen, bis es kalt wird, weil die Blei Ionen gehen nur in Lösung, wenn das Wasser längere Zeit in den Rohren steht, warm werden kann.
Das heißt, das warme Wasser, was als erstes in der Früh aus dem Leitungshahn Rind für die Toilette verwenden, nicht trinken. Und sobald das Wasser kalt ist, kann man sich sehr sicher sein, dass das Wasser nicht lange mit dem alten Horn in Kontakt war.
[00:06:43] Speaker B: Insofern also doch, also doch, ich habe das immer für eine Urban Legend gehalten, aber das ist es nicht Und ich habe immer gedacht, was bin ich für ein Umweltschwein, dass ich jetzt hier eine Minute das Wasser für nichts laufen lasse. Das ist okay. Nochmal.
[00:07:03] Speaker A: Tatsächlich ist es sogar klug.
Am besten einfach zuerst auf die Toilette gehen und dann trinken, dann hat man das Wasser eh schon genutzt für den Spülkasten. Das ist probier super.
[00:07:14] Speaker B: Am Land haben wir diese Gefahr nicht, oder?
[00:07:18] Speaker A: Tatsächlich gibt es das eh fast nirgends mehr, außer in alten Häusern und auch da kann man sich nicht sicher sein, wo mitgebaut worden ist. Neubaubereich kommt schon wirklich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr vor, seit Jahrzehnten nicht mehr vor, aber es gibt halt noch alte Häuser, wo ich es nicht ausschließen kann.
[00:07:36] Speaker B: Ja, ja. So, aber jetzt so etwas, wo wir uns wirklich, ich will nicht sagen strafbar machen, aber moralisch in düstere Gewässerschiffen und das sind unsere Swimmingpools, die waren ja quasi unangreifbar bis vor ein paar Jahrzehnten noch. Da war es halt ein Statussymbol und so weiter und eine schöne Kommode Angelegenheit. Mittlerweile haben viele von uns fast ein wenig schlechtes gewissen. Zu Recht. Dr. Neunteufel.
[00:08:11] Speaker A: Ja, es ist tatsächlich mittlerweile so, dass das immer wieder auch in den Medien kommt.
Meine Antwort erstaunt dann die meisten etwas, weil ich stehe schon auf dem Standpunkt, dass auch Private Pools weiterhin möglich sind, sind mit einem kleinen Aber solange wir uns ein bisschen an die Spielregeln halten, Das heißt, wenn Private Teams einfach mehr und mehr werden, passiert es immer öfter, dass also große Wassermengen, die sonst in den Behältern gespeichert sind, einfach komplett an den ersten heißen Frühjahrstagen in die Pools fließen und dann ist es eine wohl Menschen und konsumseitig gemachte, aber echte Wasserwarnungssituation. Heißt, wenn nicht alle gleichzeitig die Pools füllen, sind Pools unproblematisch in den meisten Fällen.
Das muss man halt irgendwie organisieren. Viele Gemeinden, wo es schwierig wird, haben mittlerweile solche Poolfüllkalender etabliert. Das heißt, gibt es auch auf der Website eine gewisse Liste, man kann sich Termine buchen und damit wird sichergestellt seitens der Gemeinde oder seitens des Wasserversorgers, dass nicht alle gleichzeitig die Pools füllen. Und dann ist das Problem auch schon aus dem Weg.
Können die Menschen trotzdem Pools behalten und es gibt keine Probleme.
[00:09:31] Speaker B: Eine Antwort, die ich just von einem Wasserexperten nicht erwartet hätte, aber danke für die Weitsicht und ich höre auch, dass es natürlich auch verbunden ist mit einer disziplinären Warnung an uns, dass wir aufpassen sollen.
[00:09:49] Speaker A: Im Prinzip ist es das, so weit sich 80, 90 Prozent der Bevölkerung an solche Vorgaben halten.
Auch die 10 Prozent, die es immer gibt und die unbelehrbar sind, werden dann keine Schwierigkeit mehr dastehen.
Halten sich zu viele nicht an diese Pläne, dann kann es natürlich passieren, dass irgendwann Verbote ausgesprochen werden müssen. Aber um die Versorgung der Bevölkerung nicht
[00:10:12] Speaker B: zu gefährden, ja wer hat denn eigentlich Vorrang in so einem Fall des Das Wasserverbrauchsverbot ist das die Landwirtschaft, Gewerbe, Gartenbewässerung?
[00:10:23] Speaker A: Da muss man ein bisschen differenzieren. Zum einen hat die Wasserversorgung theoretisch Vorrang vor allen anderen Nutzungen, wobei es heißt nicht explizit Wasserversorgung, sondern die höherwertige Nutzung. Und da ist man sich im Allgemeinen einig, dass das Wasser für die Bevölkerung, also zum Trinken, für den menschlichen Gebrauch, die höchstwertige Nutzung vor einer Bewässerung und vor Gewerbe und Industrienutzung ist.
Dementsprechend wäre der Trinkwasserversorgung hervorragend einzuräumen.
Schwierig wird es natürlich dann, wenn die Landwirtschaft zum Beispiel eingeschränkt wird, nicht bewässern darf und daneben wird das Trinkwasser zum Bewässern der Gartenflächen des Rasens verwendet.
Da haben die Gemeinden natürlich dann auch die Möglichkeit, hier Verbote auszusprechen, dass man Rasen nicht gießen darf, Holz nicht füllen darf und so weiter.
[00:11:14] Speaker B: Gut, also ich verspreche, das war die letzte dystopische Frage, die ich an sie habe.
Jetzt geht es weiter historisch, also A, gibt es große Versäumnisse. Wir haben gerade über großen Fortschritt gesprochen in den letzten 200 Jahren, aber gibt es Versäumnisse, die wir an uns und an der Gemeinschaft verbrochen haben.
[00:11:42] Speaker A: Tatsächlich ist die Wasserversorgung ein Sektor, ich sage immer, der arbeitet mit Hosenträger und wir, das hat einen relativ leicht nachvollziehbaren Grund. Die gesicherte Wasserversorgung für die Bevölkerung ist einfach dingbar. Es ist nicht vorstellbar, dass Wasserversorgung nicht funktioniert. Jede Gesellschaft, auch historisch betrachtet, hat das immer schon gebraucht.
Insofern ist das ein Thema, das die Gesellschaft sehr früh sehr gut gelöst hat und die jetzt amtierenden Wasserversorgungsunternehmen führen das einfach weiter.
Das, was vielleicht das größte Versäumnis ist aus meiner Sicht, ist, dass die Wasserressourcen zwar im Prinzip sehr gut geschützt sind, aber es jetzt mittlerweile trotzdem Stoffe gibt, die hergestellt worden sind, die in Verkehr gebracht worden sind, die wahnsinnig praktisch sind und die Menschen natürlich dementsprechend gerne genutzt haben. Ich rede da von diesen Ewigkeitsklinikalien, PV zum Beispiel, die mittlerweile überall in der Umwelt zu finden sind. Die sind zum Glück in unseren Wasserressourcen noch in sehr geringen Konzentrationen vorhanden. Nur man ist sich auch nicht sicher, ob man nicht irgendwann in der Zukunft draufkommt, dass man vielleicht doch niedrigere Grenzwerte für diese bestimmte, das sind ja viele tausende Stoffverbindungen in diesem bfas drin, ob er nicht doch lieber niedrigere Grenzwerte brauchen wird.
Und dann muss ich gestehen, ist es wirklich ein Versäumnis der Vergangenheit, das man einfach erlaubt hat, verbietenste Substanzen, über deren Auswirkungen man langfristig einfach nicht sagen kann, so bedenkenlos in Umlauf bringt, keine Vorgaben, gesetzliche Vorgaben geregelt hat, dass die nicht erzeugt werden dürfen, dass die nicht, bevor sie so breit in der Weltbevölkerung eigentlich in Verkehr gebracht werden, nicht besser getestet werden müssen und so weiter. Also das etwas, die Wasserversorgung wird damit irgendwie zurechtkommen müssen, heißt, es wird vielleicht einmal verstärkt in Aufbereitung gehen müssen, weil man wirklich feststellen sollte, dass diese Stoffe verstärkt aus dem Wasser auch wieder herausgenommen werden müssen, weil man halt draufkommt, sie sind doch gesundheitser.
[00:14:01] Speaker B: Ja, schwer zu diesem Zeitpunkt, da all diese Annehmlichkeiten, muss ich sagen, es hängt ja immer mit Annehmlichkeiten zusammen, Einzug gefunden haben in unser Leben, aber Wir haben
[00:14:13] Speaker A: vor 50 oder vor 80 Jahren auch gut gelebt, da hat es auch schon vieles gegeben und halt manche Funktionskleidung noch nicht.
Jetzt gibt es das und jetzt hat natürlich jeder auch gerne angenommen, aber ein Leben ohne diese Chemikalien wäre durchaus auch möglich gewesen.
Und ob das nicht vielleicht sogar die bessere, langfristig gesehen die bessere Situation gewesen wäre, als alles das einfach zu nutzen. Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dieses Konsumenten Bashing, was dann oft passiert, das hätte man nicht tun dürfen und und und, das finde ich wahnsinnig unfair. Der Einzelne kann das nicht wissen. Wenn ein Produkt auf den Markt kommt, dann muss ich davon ausgehen, dass das sicher ist. Und das hat natürlich auch jeder gemacht. Das heißt, diese Umkehr der Schuldfrage, die ist für mich komplett unzulässig.
[00:15:04] Speaker B: Ja, das legt natürlich den Verdacht nah, dass es nicht ungelenkt ist, sage ich mal ganz vorsichtig.
[00:15:12] Speaker A: Ja, es ist zumindest aus Profitdenken entstanden und ein Betrieb oder ein Hersteller Dinge auf den Markt bringt, die sehr bequem sind zu uns alle, weil das wird halt dann gekauft.
Aber der Konsumenten, die Konsumentin hatten in Wahrheit in der Vergangenheit und auch jetzt noch nicht, hatten eigentlich nie die Möglichkeit eine informierte Entscheidung gegen diese Produkte zu treffen, weil es einfach diese Fakten nicht gegeben hat früher.
[00:15:41] Speaker B: Aber apropos dessen, also wenn ich als wasserbewusster Mensch jetzt wissen will, weil sie haben mich mit der mit der Sportkleidung jetzt ein wenig erwischt, daran habe ich überhaupt nicht gedacht.
Jetzt will ich aber eine seltsamerweise eine Jacke, die mich vor dem Wasser schützt, kaufen. Wie informiere ich mich? Gibt es von der BOKU eine Fibel How to oder so etwas?
[00:16:09] Speaker A: Ich fürchte fast nicht, weil wir reden ja jetzt die Funktionskleidung als ein Beispiel, zwingt alle Lebensbereiche von wirklich sehr harmlosen Tefas Stoffen, die also bei den Teflonpfannen dabei sind, zu wirklich weniger harmlosen Stoffen, die man früher in Löschwasser, Löschschäumen für die Feuerei eingesetzt hat. Das waren sehr, sehr hilfreiche Stoffe, wo man jetzt draufkommt, die stehen zumindest jetzt im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Man ist sich eh noch nicht hundertprozentig sicher, aber meine Erfahrung ist eher so, dass man eher drauf kommt, dass die Stoffe doch gefährlicher sind, als man ursprünglich angenommen hat, als umgekehrt.
[00:16:51] Speaker B: Aber da geht es ja nicht und da müssen wir jetzt wirklich aufpassen, dass wir die Feuerwehren in Ehren halten, nicht um das Nutzen, um die Handhabung mit diesen Flüssigkeiten zum Löschen, sondern um deren um das Ablassen, nicht ablassen.
[00:17:14] Speaker A: Das gelangt automatisch in die Umwelt. Ja, so davon aus, das hat keine weiteren Auswirkungen auf die Umwelt. Es gibt jede menge in diesen 4000 stoffen oder mehr PFAS oder sind gibt es halt einige, die nicht oder die jetzt in Verdacht stehen. Die meisten davon sind wirklich genau das, was sie was ursprünglich gedacht wurde, nämlich sehr praktische und wirklich harmlose Stoffe, möglicherweise harmlose Stoffe, aber es ist eben noch nicht hundertprozentig gesichert.
[00:17:41] Speaker B: OK, seid ihr da in der Ansprechstelle? Bekommen wir da Infos, wenn wir auf BOKU gehen?
[00:17:48] Speaker A: Nicht wirklich bei der BOKU, aber weil sie nach der Funktionskleidung gefragt haben. Was ich schon gesehen habe, ist, dass es auf manchen Kleidungsstücken jetzt das Label gibt, da steht extra drauf, Pete muss frei.
Die sind nicht mehr imprägniert mit irgendetwas
[00:18:04] Speaker B: wie ist PV screened, PFAS free. PF, ah, okay, okay, PF, okay, gut, dann wissen wir das jetzt.
Okay, super.
Jetzt habe ich mir gedacht, das Wasser ist so etwas unglaublich Selbstverständliches für uns und immer wenn etwas unglaublich selbstverständlich ist, haben wir allen Grund nervös zu werden. Das geht von der menschlichen Beziehung, Ehe bis hin zu zur Politik und zu unser aller Umweltverhalten.
Ist Wasser selbstverständlich, wenn nicht, warum ist es nicht selbstverständlich?
[00:18:55] Speaker A: Zum Glück ist es für uns tatsächlich selbstverständlich, weil es eben immer schon hier war und eben wie ich zuerst gesagt habe, das ist für jede Gesellschaft ganz ganz lebenswichtig. Tatsächlich kann man ohne Handy leben, tatsächlich kann man sogar ohne Strom leben, man kann aber tatsächlich nicht ohne Wasser leben. Das heißt, das ist der Grund, warum dieses Problem hat die Menschheit schon sehr früh gelöst oder jenes Siedlungsgebiet sehr früh gelöst und mit allen Dingen, die selbstverständlich sind, fängt man irgendwann nicht mehr an darüber nachzudenken und hört vielleicht sogar irgendwann auf, sie wirklich so wertzuschätzen, was sie eigentlich wert sind. Aber man kommt wahnsinnig, wahnsinnig schnell drauf, wie wertvoll Wasser ist, wenn man es mal nur für 24 Stunden ohne probiert. Das heißt jeder gerne das Gedankenexperiment machen 24 Stunden ohne Wasser, das sage ich jetzt noch gar nicht ohne Trinkwasser ungesund, aber mal probieren ohne Wasser, ohne WC, Dusche, ohne die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, wie auch immer, kommt man relativ geschwind drauf. Das ist ziemlich mühsam und da geht es gleich mal ziemlich schief. Da merkt man einfach, okay, was bedeutet das für uns, die gesicherte Wasserversorgung, Weil es kann schon sein, dass bei einer Orgelbrechen mal paar Stunden ausfällt das Wasser, aber 24 Stunden ohne Wasser hat, glaube ich, kaum noch jemand einmal erlebt für uns.
[00:20:17] Speaker B: Welche Möglichkeiten habt ihr eigentlich im akademischen Bereich dafür zu kämpfen, da aufzupassen und möglicherweise auch zu warnen?
Habt ihr da einen Hebel oder sind Sie und Ihre Kolleginnen da eher flankierende Maßnahmen?
[00:20:32] Speaker A: Im Prinzip, das, was wir tun, ist immer wieder auf verschiedensten Ebenen einfach Daten zu schaffen, Informationsgrundlagen zu schaffen, wie möglichst nachhaltig, möglichst gut und sicher mit dieser Ressource umzugehen ist, diese Ressourcen nicht zu benutzen.
Das große Thema ist sicher die Nachhaltigkeit. Das heißt, dass wir für das klingt jetzt recht pathetisch, aber dass man einfach für die zukünftigen Generationen eine gleich gute Situation haben, wie wir sie jetzt gewöhnt sind und auch in der Historie gewöhnt waren.
Man muss allerdings auch sagen, in 100 Jahren hat sich wahnsinnig viel verändert. Also noch vor 100 oder 150 Jahren, bevor in Wien die Hochbeleitungen gekommen sind, hat man in Wien im Schnitt 3, 4, vielleicht 5 Liter Wasser am Tag zur Verfügung gehabt pro Kopf.
Das ist genauso viel, wie man gerade eben zum Trinken und vielleicht für die Nahrungszubereitung braucht. Und jetzt sind wir bei 130 Liter, 140 Liter und denken kaum mehr darüber nach.
Und das ist erst ein paar Generationen her. Also es ist super, super schwierig in die Zukunft zu schauen. Man probiert es trotzdem immer wieder. Das ist mitunter auch unsere Aufgabe auf den Universitäten, dass man möglichst gute Prognosen und Entscheidungsgrundlagen für Entscheidungsträger bereitstellen, damit man eine möglichst gute Zukunft erwarten.
[00:22:00] Speaker B: Aber wie ist denn das eigentlich dann für euch, die ihr euer tägliches Leben mit Forschung und mit diesem harschen Facing the Problem verbringt, wenn ihr doch nur weiterleiten könnt an jene, die möglicherweise einen Hebel haben? Ich bilde mir immer noch ein, vielleicht bin ich naiv, dass wir als Konsumentinnen den ultimativen Hebel haben. Aber da bin ich mir gerade beim Wasser nicht so, gell, nicht sicher.
[00:22:32] Speaker A: Tatsächlich muss ich gestehen und das habe ich zuerst irgendwie anklingen lassen, die Konsumentin, der Konsument, der kann nicht für irgendwas verantwortlich gemacht werden, sind immer die Rahmenbedingungen, wo was stattfindet. Sicher kann man Konsumenten, Konsumentin sagen, bitte geht bewusst, geht sparsam um.
Es gibt Länder und Regionen auf unserer Erde, da kommt man weiterhin mit sehr wenig Wasser aus wenigen Litern am Tag.
Aber das ist eben nicht unsere Situation.
Und glücklicherweise ist es auch nicht nötig, dass wir uns soweit einschränken, mit wenigen Litern auszukommen. Wir können duschen, wir können weiterhin unsere WCs benutzen, wobei vielleicht ist das WC irgendwann einmal so wie es wir kennen, eine Entwicklung gewesen, die war halt angenehm. Besonders klug war sie nicht, aber sie ist sehr bequem. Natürlich, früher hat man einfach diese Außentoiletten gehabt und hat eigentlich kaum Wasser verwendet. Das hat ganz andere Nachteile gehabt, weil Das ist dann 1 Grundwasser gelangt, das ist dann in die Brunnen gelangt und hat Krankheiten ausgelöst.
Aber ja, das sind halt unsere Gesellschaft ist jetzt so, das hat sich so entwickelt, weil es sehr sicher ist, wenn wir unsere Ressourcen dadurch nicht verschmutzen. Und dadurch hat sich halt ein gewisser Wasserkonsum bei uns eingestellt und wir können den aber auch in Zukunft weiterhin halten, so sich nicht irgendwelche extrem disruptiven Veränderungen ergeben, dass wir plötzlich keine Niederschläge mehr haben. Aber so wie es momentan aussieht, wird uns der Klimawandel wahrscheinlich sogar mehr Niederschläge bringen. Allerdings werden die Niederschläge weniger gut für uns verfügbar werden. Es wird einfach längere Trockenperioden geben, wo es schwieriger wird und dann wird es größere Starkniederschläge geben und dieses Wasser wird dann nicht so schön gleichmäßig in die Grundwasserkörper einsickern, sondern wird eher oberflächlich wahrscheinlich sogar für Zerstörung sorgen.
Und wir werden, obwohl es mit dem wärmeren Klima tatsächlich wahrscheinlich sogar in Summe etwas mehr regnen wird, werden wir weniger Wasser zur Verfügung haben. Okay, das was also eben kommt, ist Starkregen zerstörerisch, fließt oberflächlich ab und ist dann auch schnell wieder denke.
[00:24:44] Speaker B: Ja, ja, weil sie vor pathetisch gemeint, um Gottes willen, das klingt alles andere als pathetisch, was sie da von uns allen fordern, sondern eher vernünftig. Aber vielleicht ist der Pathos der Bruder der Vernunft, dass das überhaupt gehört wird. Also bitte bleiben Sie pathetisch. Ich habe eine Frage an Sie, was das Wasser betrifft. Also das ist ja von einem Allgemeingut doch zu einem regelrechten Mega Profit Center geworden.
[00:25:18] Speaker A: Richtig, kommt auf die Länder an. Wir in Österreich haben eine Gesetzgebung, die es ermöglicht, nach Maßgabe der Billigkeit, sagt das Gesetz, Wasser zu nutzen. Das heißt, nicht nur im privaten Bereich, sondern auch Gewerbebetriebe dürfen sich ein Wasserrecht bewerben und so dem nichts entgegensteht, dann wird die Behörde das auch bewilligen oder will müssen, dass das Wasser entnommen wird. Das kostet den Betrieb dann auch nichts.
Aber die Behörde ist dazu aufgerufen, das ist genau die Aufgabe, genau zu überprüfen, dass mit diesem Entnahmen nicht fremde Rechte beeinträchtigt werden. Das heißt so, dass ein riesengroße Industriekonzern kommen kann in Österreich und sich einfach mit Landbesitz eindeckt und dann riesengroße Wassermengen entnimmt. Das kann man nicht ziehen, weil eben jede gewerbliche Nutzung zuerst bewilligt werden muss und die Behörde muss dann aufpassen, ob diese Entnahmemenge einfach möglich ist, ohne dass man den Rest der Nutzung, Nutzungen und der Nutzer und auch der Bevölkerung natürlich damit irgendwie Wasser wegnimmt. Das ist nicht in allen Ländern so. Es gibt Länder, da können Wasserrechte sogar gehandelt werden. Das ist in Australien zum Beispiel der Fall.
Es war für manche Farmer ganz, ganz toll, die hatten viel Land, damit viel Wasserrecht und haben das verkauft.
Investoren sind ganz, ganz heiß auf solche Themen, haben natürlich also Geld gibt es ja mehr als genug und Investoren wollen sicher investieren und Wasserrecht zu investieren ist top und die haben also diese Wasser gekauft und jetzt, wo die Farmer wieder Wasser bräuchten, gehört ihnen das eigene Wasser unter ihren Füßen nicht mehr und sie müssten jetzt um ein Vielfaches Wasser von den Konzernen wieder zurückkaufen. Also das ist eine Wahnsinnsentwicklung.
Das gibt es bei uns nicht.
Das kann bei uns nicht vorkommen.
[00:27:21] Speaker B: Dennoch, was wir wissen ist, dass es ein Unternehmen gibt, ich sag's auch, wer mit Nestlé ein Unternehmen gibt, die durch ihren CEO, der mittlerweile abberufen wurde, aber davon auch nicht abgeht, immer wieder haben verkünden lassen, dass sie als Unternehmen Nestlé der Meinung sind, Wasser sei kein Menschenrecht, davon ausgehend, dass sie sich irgendwo mit irgendwelchen Munizipalen Führern in Afrika zum Beispiel zusammengesetzt haben und dann dort die Deals ausgemacht haben und die Farmer dort, die gerade mal vielleicht zwei Kühe haben, kein Wasser mehr hatten. Darauf haben die Aufrechten der Welt protestiert und dann kamen solche Sätze raus. Das Mindeste, was man doch von uns dann in aller Verantwortlichkeit erwarten kann, ist, dass wir diese Konzerne nicht mehr stützen.
[00:28:16] Speaker A: Durch Konsum, so etwas bekannt ist, wäre das sicherlich ein Mittel unserer modernen Gesellschaft, dass man einfach so mit Shitstorm und was auch immer zur Verfügung steht, gegen diese Art von, ja, es ist eine Ausbreitung, es ist moderner Kolonialismus. Dagegen natürlich vorgehen. Wie gesagt, es gibt solche Konzerne und es gibt Länder, wo das möglich ist, dass wir in Mitteleuropa oder auch in der gesamten EU, wüsste ich nicht, dass wir diese Möglichkeit eröffnet haben.
[00:28:50] Speaker B: Ja, beim Thema bleibend ein wenig weniger, aber doch, es heißt immer wieder jetzt, also es gibt eine neue Bewegung, vielleicht ist sie gar nicht so neu, dass dieses hysterische zwei dreimal am Tag Duschen stark in Frage setzt, was natürlich, wir kennen den Pendelausschlag unserer gesellschaftlichen Entwicklung gleich viele Leute davon überzeugt hat, gar nicht mehr zu duschen in vier, fünf Tagen, was uns auch nicht gut tut. Also sagen Sie uns, was aus Sicht des Wassers vernünftig wäre.
[00:29:26] Speaker A: Tatsächlich muss ich gestehen, habe ich dazu nicht unbedingt eine wissenschaftliche Meinung. Wenn man zweimal und dreimal duzen möchte, wenn es super heiß ist und ich verschwitze in Dusche, vielleicht auch zwei oder dreimal am Tag, das ist jetzt nicht die Regel. Und fünf Tage nicht zu tuschen ist ein bisschen rücksichtslos. Sollte man in die Gesellschaft irgendwie gehen und andere Menschen treffen.
[00:29:47] Speaker B: Genau, es sei denn, man lebt allein im Wald. Ja, das sehe ich auch. Also das Wasser laufen lassen, das haben wir, haben wir geklärt.
Die neuen Wassergeräte im Haus, da gibt es so eins, das heißt KUKA und so weiter, wo wir sofort eiskaltes Brennheisses oder auch Sprudelwasser bekommen. Wie stehen Sie als Experte dazu?
[00:30:12] Speaker A: Ich habe es noch nicht ausprobiert.
Ganz generell könnte ich mir vorstellen, dass das im Prinzip auch was Sinnvolles ist, weil wenn ich heißes Wasser möchte, wird das, ich nehme mal an, ich kenne die Technologie nicht hundertprozentig, weil ich glaube, das ist eine Art Durchlauferhitzer. Das heißt, Wasser wird nur dann erwärmt, wenn ich es warm brauche. Genau in der Menge, in der ich es warm brauche. Ich brauche nicht viel, wie es in alten Häusern oft ist. Wenn ich Warmwasser möchte, muss ich mal die Dusche nicht nur eine Minute, sondern vielleicht fünf innen lassen. Also oder auch in der Küche fünf Minuten drinnen lassen, damit er einmal einen Topf heißes Wasser dann direkt aus dem Haar nehmen kann. Also das kann sinnvoll sein.
Auch das kalte Wasser wirklich kalt ist und gekühlt ist, ist sicherlich sehr angenehm, weil gerade jetzt im Sommer erwärmt sich das Wasser, weil es aber auch im Untergrund schon viel wärmer ist, erwärmt sich das Wasser in den Wasserleitungen und kommt dann mit 15, 16, 17, 20 Grad aus der Leitung. Es schmeckt einfach nicht mehr frisch.
[00:31:12] Speaker B: Ja, richtig.
[00:31:14] Speaker A: Zwar qualitativ problemlos, aber die Wahrnehmung, Konsumentinnen Wahrnehmung ist schlecht. Wenn Wasser irgendwie lauwarm daherkommt, wirkt es nicht frisch.
Wenn man kaltes Wasser gerne auch im Sommer hat, es braucht vielleicht nicht irgendeinen Durchlaufkühler, weil das ist wahrscheinlich wieder ein recht großes Gerät. Man kann einfach eine Wasserflasche füllen oder eine Flasche mit Wasser füllen und die im Kühlschrank aufbewahren, dann hat man das auch. Einen Schluck Trinkwasser frisch, jeden Tag frisch befüllt und in den Kühlschrank stellen, ist wahrscheinlich das einfachste und probateste Mittel im Sommer, da gegen hohe Wassertemperaturen anzugehen.
[00:31:52] Speaker B: Genau. Ich werde ja nicht Mühe müde, unser aller Veränderungskraft zu bemühen. Das haben wir gerade in den letzten 50 Jahren immer wieder bewiesen, gerade was Umwelt angeht. Ich erinnere mich immer gern daran über die Empörung flächendeckend, als ich glaube, es waren die Grünen damals gesagt haben, wir müssen den Müll trennen.
Und da haben wir alle gesagt, seid ein bisschen angeschüttet, soll den Mist unterm Bett. Und jetzt und nach einem Jahr steht er ganz stolz vor den Containern, weil er genau weiß, welches wohin gehört. Und diese Lust mitzumachen, das habe ich gelernt, ist eigentlich ein ganz ein großer Hebel. Was können Sie uns denn jetzt mitgeben?
Langsam in die Endrunde unseres Podcasts kommend, wie wir diese Lust entwickeln können, wie wir sie abrufen können, um mitzumachen, um das Wasser, wie soll ich sagen, konservieren oder zumindest schätzen, wieder schätzen zu lernen.
[00:33:00] Speaker A: Ein Thema noch gar nicht berührt heute. Das ist das Thema des virtuellen Wassers. OK, das ist die Wassermengen, die in unseren Produkten drinnen stehen. Wir haben bis jetzt im Prinzip nur darauf geachtet, was kommt aus dem Wasserhahn, was verwenden wir, 30 Liter sowas.
Und das, was wir täglich an Nahrung konsumieren, braucht ja auch Wasser, um erzeugt zu werden. Also die Pflanze am Feld braucht Wasser zum Wachsen.
Auch Fleischproduktion braucht natürlich sogar noch deutlich mehr Wasser, weil an die Tiere wird natürlich zuerst das pflanzliche Lebensmittel entfüttert und so weiter.
Die Kleidung, die wir anziehen, sei es ein Baumwoll T Shirt, die Baumwolle muss wachsen.
Auch Kunstfasern müssen in dem Weise hergestellt werden.
Und da reden wir von ganz anderen Größenordnungen. Da sind wir nicht mehr bei 130 Liter pro Kopf am Tag, sondern da sind wir bei 4070 pro Tag.
Und wenn dieses Bewusstsein, dass wir täglich Dieses Wasser existiert ja nicht physisch bei uns im Haushalt, sondern es existiert nur mehr das Produkt, aber das Wasser wird dafür verbraucht oder gebraucht. In dem Fall, wenn wir dieses Bewusstsein haben, dass unser Lebensstil einfach unsere Ernährung, die macht drei Viertel von diesem Wasser Fußabdruck aus, dass wir mit unserer Ernährung, mit unserem Leben auch tatsächlich bald 5000 Liter am Tag verbrauchen.
Das wäre der Punkt, wo ich sage, da könnten wir wirklich dazulernen, bewusst wieder mit Wasser umzugehen, nämlich mit dem Wasser, was in den Produkten steckt. Alleine der Lebensmittelabfall Fall oder die Lebensmittelverschwendung eigentlich, also Dinge, die essbar gewesen wären, hätte man sie rechtzeitig gegessen, ist pro Tag mehr, als man am Tag aus der Wasserleitung.
[00:34:49] Speaker B: Da bin ich jetzt sehr ja, ein
[00:34:52] Speaker A: konsequentes Einsparen von Lebensmittelabfall.
Nicht zu viel kaufen, aber auch sonstige Konsumprodukte, also Wegwerfartikel, Fast Fashion, was es alles gibt. Es hat alles einen Wasserfussabdruck, aber auch insgesamt an Co Fußabdruck, also der gesamte ökologische Fußabdruck ist ein bisschen Wahnsinn.
Wenn dieses Bewusstsein steigt, dann senken wir auch unseren Wasserfussabdruck damit.
Das wäre ein großes Anliegen. Das wäre interessant und wichtig.
[00:35:23] Speaker B: Erlauben Sie mir Am Schluss noch Dr. Neuen Teufel, eine private, persönliche Wie wird man Wasserexperte? Ich weiß, dass es viele grün Gesinnte in den Unis gibt, die das ganz gezielt, so wie es eben jetzt auch Umweltforschung und so weiter gibt, wählen. Aber gibt es eine Geschichte, gibt es eine Erleuchtung, einen Heureka Moment in ihrer Berufsfindung?
[00:35:51] Speaker A: Tatsächlich nicht, sondern es ist einfach eine Entwicklung über die Jahre gewesen und es hat sich dann einfach so ergeben.
Das heißt, ich habe im Prinzip habe ich zuerst eine Informatik HTL gemacht und also ich bin, war schon immer Techniker, das schon cool, habe mir dann aber irgendwann gedacht, okay, also ich hätte gerne eher etwas, das in Richtung auch ein bisschen mehr zur Umwelt geht, Pflanzen, Wasser eben. Bin auf das Studium an der BOKU aufmerksam geworden. Kulturtechnik, Wasserwirtschaft heißt auch schon bezeichnenderweise Und in diesem Studium lernt man im Prinzip natürlich alles, was rund ums Wasser existiert, alles was rund um Ökologie, ökologisches Verhalten und so weiter. Mittlerweile gibt es viele Studienrichtungen. Zu meiner Zeit war es noch ein bisschen übersichtlicher, aber im Prinzip der ökologische Gedanke, der wird einem in der BOKU natürlich schon mitgegeben.
Und das Thema Wasser hat sich dann so ergeben, indem ich mich halt so für Abwasser und Wasserversorgung schon während des Studiums spezialisiert habe und vertieft mich da engagiert habe und dann war irgendwann auch ein Job am Institut am Passing frei und den habe ich jetzt seit mittlerweile bald 25 Jahren.
[00:37:07] Speaker B: Das zeigt mir, dass jede Geschichte retrospektiv unglaublich viel Sinn macht, auch die kleinen Umwege, die wir nehmen. Es ist nur manchmal im Moment, wenn etwas passiert, sehr schwer den Sinn mitunter zu ergreifen, dann müssen wir geduldig sein. Zweitens hoffe ich, dass vielleicht in 100 150 Jahren jemand darüber spricht. Und ja, das waren sie, die großen Helden unserer Zeit damals in den ERN, wie zum Beispiel der Neunteufel, der hat da mit irgendeinem Künstler einen Podcast gemacht.
Also in diesem Sinne danke Ihnen, danke Ihnen für diesen Schritt, dass Sie das geworden sind. Danke, wie Sie es machen. Grüßen Sie bitte ganz ganz herzlich Ihre Kolleginnen am BOKU. Wir haben schon mit einigen Fachleuten und Expertinnen Podcast gemacht hier im Montalk und waren jedes Mal so begeistert wie auch überrascht, wie viel wir von euch lernen können. Und wenn es mal eng wird mit dem Funding, melden Sie sich bei uns. Wir machen Randale, dass ihr bezahlt werdet.
[00:38:21] Speaker A: Das ist natürlich immer günstig. Also mit Geld kann man vieles lösen. Fairerweise sind wir auch immer darauf angewiesen, dass wir dementsprechende Mittel bekommen. Aber ja, wir sind zum Glück, also es wird noch nicht Fahrt, sagen wir so. Ja gut, kann ich so zusammenfassen.
[00:38:36] Speaker B: Super, danke, danke, danke. Vielen Dank, sage ich auch.
[00:38:40] Speaker A: Dankeschön, Dankeschön.
[00:38:42] Speaker B: Das war der Experte der Bodenkultur in Wien, Diplom Ingenieur Dr. Roman Neun Teufel und die vielen, vielen Weisheiten, die er uns mitgegeben hat. Also ich wiederhole das Experiment, das Gedankliche und auch das Praktische, das er uns aufgegeben hat. Jeder von uns Möge mal versuchen, 24 Stunden lang ohne Wasser auszukommen. Das tut etwas, nehme ich mal an. Für unsere Wertschätzung.
Achten Sie unbedingt auf das virtuelle Wasser, das in unseren täglichen Produkten drin ist. Es gibt mittlerweile auch etwas zu lesen an den Tags usw. Gerade bei der Kleidung, ob das geschützt ist.
Und dann habe ich gelernt, das Genre, in dem er akademisch unterwegs ist, in der BOKU Heiß Kulturtechnik, Wasserwirtschaft und mit Kultur, liebe Leute, sind wir gemeint. Wir es liegt an uns, uns um unser ultra wertvolles und im Moment noch großartiges Wasser im Land zu kümmern. In diesem Sinn danke für die Aufmerksamkeit. Dankeschön, Dr. Neunteufel und Ihnen wünsche ich noch eine wunderbare Woche. Seien Sie vorsichtig beim Wasser. Ciao, ciao.
Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat eine neue App die ARKA Blitz App ab sofort zum Downloaden. Bleiben Sie am Laufenden. Erhalten Sie alle relevanten Informationen und Sie wissen, noch nie war es so wertvoll zu wissen, wo man seine Informationen Die AK Blitz App ab sofort zum Downloaden. Das war der Montalk. Chefredaktion Susanne Karner, Mario Gattinger und Bettina Schabschneider. Straßenumfragen Christoph Baumgarten. Technische Stefan Dangl. Administration Christina Winkler am Mikrofon Alexander Göbel.